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Erweiterung Gebäude Jugendzentrum/Volkshochschule Poing bei München ![]()
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![]() Hintergrund dieser ("leider noch!") ungewöhnlichen Lösung war die Entscheidung der Gemeinde erst weit nach Abschluss der Planungsarbeiten den Zentralserver Jugendzentrum/VHS ebenfalls in den kleinen Serverraum des Jugendreferates zu verlegen. Die dadurch zusätzliche erhebliche Wärmelast wäre nicht mehr über natürliche Schwerkraftkonvektion abzulüften gewesen. (Lüftungsschlitze in Tür und Decke etc.) Die Standard-Konsequenz ist ein sehr teures Klimagerät mit erheblichem Stromverbrauch und ständigen Wartungskosten, sowie ökologisch fragwürdigen Kältemitteln im Kühlkreislauf. Dieses Gerät hätte in der Zwischendecke über dem Serverraum installiert werden müssen. Aufgrund unserer Erfahrungen im Passivhausbau mit den Firmen Willi Krah, Tiefbau, Garching und FESA Heizung, Sanitär, Lüftung, Leipzig bei denen regelmässing Erdreichwärmetauscher eingesetzt werden müssen, konnten wir kurzfristig eine Kühlversion entwickeln und einbauen. Gerade noch rechtzeitig vor dem Betonieren der Stahlfaser-Bodenplatte durch die Firma Hohenbrunner und Hollerith, Betonbau, Anzing. Das 25m lange Wellkunststoffrohr ist in ca. 80cm Tiefe eingegraben und reduziert die Temperatur der angesaugten Luft für den Serverraum. Die grosse Oberfläche der Rippenschale verbessert den Wärme- bzw. Kälteübergang, da das Erdreich in dieser Tiefe immer ca. 5°C bis 8°C aufweist. Im Serverraum befindet sich ein Raumthermostat der bei kritischen Temperaturen für die Elektonik einen Rohrventilator einschaltet. In der Warmen Jahreszeit wird die Luft ins Freie geleitet. Während der Wintermonate kann die Warmluft aus dem Serverraum über eine Bypassklappe (ähnlich einer Eisenbahnweiche) in den Windfang umgeleitet werden. Dieser Vorraum zwischen den beiden behindertengerechten Eingangstüren funktioniert wie eine Wärmeschleuse. (ähnlich einer Schleierheizung bei einem Kaufhauseingangsbereich) Mit dem Stromverbrauch einer Glühbirne - der Rohrlüfter hat 100 Watt - wird nun eine Heizkostensenkung im Winter und die Kühlung im Sommer, ganz ohne Kälteaggregat erreicht. Hier ist normalerweise elektrische Leistung im Bereich von 1,2 bis 1,5 Kilowatt(!) notwendig. Chemische Substanzen werden nicht benötigt, die Wartung beschränkt sich auf die jährliche Reinigung eines Filtertuches im Ansaugstutzen. Nur die gute Zusammenarbeit mit Hr. Halliwell, Projektleiter in der Bauverwaltung der Gde Poing ermöglichte die rasche Umsetzung dieser im Moment noch unkonventionellen Konzepte. Ohne sein innovatives und schnelles Handeln wäre diese kostengünstige Lösung in Bau und Betrieb für die Gemeinde Poing nicht zu realisieren gewesen. Ihm gebührt der besondere Dank unseres Büros. Poing im Juli 2005 Alexander Bauer Sebastian Hoven Alexander Knaupp Präsentation anlässlich der öffentlichen Sitzung des Bau- und Umweltausschusses des Gemeinderats am 12.10.04
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