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Familienzentrum, Ortszentrum, Poing
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Neue Ortsmitte Poing, Poing bei München Studie zum Areal der Neuen Ortsmitte Poing Überformung der für sehr lange Zeiträume konzipierten modularen Umsetzung der Bauaufgaben: - Neues Rathaus - Bürgerhaus - Familienzentrum - Kindertagesstätte - Wochenmarkt - Veranstaltungshalle - Veranstaltungsräume - Vereinsgastronomie - Ladengeschäfte ![]() |
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Vorschläge des Büros Alexander Bauer Architekten:![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Ideensammlung: ![]() |
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![]() Multihalle Mannheim Assoziationsdarstellung Grosse mit transparentem Kunststoff bespannte freitragende Gewölbekonstruktion auf einem Holzgittergerüst. Das leichte Flächentragwerk überdeckt eine grosse Veranstaltungshalle und eine Freifläche für Ausstellungen. |
Multihalle - Mannheim Diese spektakuläre Konstruktion einer Veranstaltungshalle von 1975 kann man im Mannheimer Herzogenried-Park bewundern. Ursprünglich nur für die Bundesgartenschau gedacht, erfüllt sie bis heute alle Anforderungen und ist von den Bürgern Mannheims gern genutzt. Das Dach besteht aus gitterförmig verbundenen Dachlatten mit einem beschichteten Trevira-Netz und bespannt die Halle in organischen Formen. Die Dachhaut selbst ist leicht transparent, so dass das Hallendach keineswegs drückend, sondern leicht und schwebend wirkt. Geplant und entworfen wurde die Halle von Mutschler und Langner, Frei Otto, Ove Arup und Partner anlässlich der Bundesgartenschau 1975. Frei Otto war auch an der Konstruktion des legendären Olympia-Dachs in München maßgeblich beteiligt. ![]()
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Mannheim, eine graue Industriestadt gegen dieses unberechtigte Image kämpfte die Quadratestadt schon vor einem Vierteljahrhundert erfolgreich an. Wie bereits mit der Gartenbauausstellung 1907 wollte die Kommune mit der im April 1975 eröffneten Bundesgartenschau ihren Bürgern ein sommerlanges Fest bieten und zugleich grüne Oasen als Naherholungsräume mitten im Zentrum ausbauen. In sechs Jahren liebevoll gestaltet und angelegt erwiesen sich die beiden Grünanlagen Luisenpark und Herzogenriedpark als wahre Renner. Am 18. Oktober 1975 war der bis heute nicht mehr erreichte Rekord von mehr als acht Millionen Besuchern erreicht. Mit über zwei Millionen Besuchern pro Jahr erfreuen sich beide Parks bis heute grösster Beliebtheit. Die eigentlich nur zum Anlass der Bundesgartenschau errichtete Multihalle (Mehrzweckhalle und Restaurant) wurde modernes Veranstaltungszentrum - ist bleibende Erinnerung - und wird bis heute gerne besucht. Quelle: Stadtarchiv Mannheim |
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Altes Prinzip - moderne Architektur Leichte Flächentragwerke - Ein Stiefkind der heutigen Architektur von Prof. Hermann Kendel, Berlin (Veröffentlichung: Zeit-Fragen Nr. 27 vom 01.05.96, Seite 9) Flächentragwerke - bekannt zum Beispiel vom schwungvollen Dach des Münchner Olympiastadions - stehen in der uralten Tradition der von Tieren und frühen Menschen geschaffenen Konstruktionen. Sie sind nur möglich auf Grund der Erkenntnisse moderner Wissenschaft und Technik. Wie alle kulturellen Errungenschaften der Menschheit hat sich auch die Architektur aus einer Lebensnotwendigkeit heraus entwickelt. Der Mensch benötigt besonderen Schutz vor ungünstigem Wetter und vor natürlichen Feinden. Er benötigt Raum, um Vorräte zu speichern und um ein Feuer zu unterhalten. Wir kennen auch Lösungen anderer Lebewesen in der Natur: Biber bauen Kuppelhäuser aus Zweigen; Vögel bauen Nester aus Gräsern; Bienen konstruieren Wabensysteme; Spinnen entwickeln vielfältige Netzgebilde. Gekrümmte Flächentragwerke - Bausteine des Lebens All diese Konstruktionen sind zweifach gekrümmte Flächentragwerke. Erst heute wissen wir, dass gekrümmte Konstruktionen sehr viel stabiler sind als flache. Aber nicht nur solche Konstruktionen, sondern auch die Lebewesen selbst, bestehen ausschliesslich aus zweifach gekrümmten leichten Flächentragwerken: Die Zellen sind pneumatische Konstruktionen, die sich zu den verschiedenartigsten Funktionen und Formen zusammenfügen. Alles was die lebende Natur hervorbringt, beruht auf diesem Bauprinzip. Auch die ersten Schutzvorrichtungen der Menschen bestanden aus zweifach gekrümmten Flächentragwerken: runde, kegelige Gebilde aus Zweigen und natürlich aus Tierhäuten gefertigte Zelte, die über Druckstäbe, -bögen u. ä. straff gespannt wurden. Flächige Bauweise - einfacher darstellbar Der Siegeszug der geradlinigen «biegesteifen» Elemente wie Wände, Stützen, Balken und Decken in der neueren Zeit ist unverkennbar. Es gab zwar noch Gewölbe in den Deckenkonstruktionen der Dome oder auch bogenförmige Fensterabschlüsse in vielen Palästen, aber die zweifach gekrümmten Konstruktionen traten zunehmend zurück. Solche flächigen Elemente konnten leichter auf der zweidimensionalen Ebene analysiert, geplant und dargestellt werden. So wurde es möglich, mit Hochhäusern in bisher ungeahnte Höhen vorzustossen. Es gab aber auch Persönlichkeiten, die mit grosser Standhaftigkeit ein ganz anderes Ziel verfolgten. Sie knüpften an die oben skizzierten Traditionen an, bezogen dabei aber die neuesten Erkenntnisse der modernen Naturwissenschaft ein und trieben den Stand der Wissenschaft durch eigene Forschungen weiter voran. Als Vertreter dieser Richtung möchte ich Frei Otto, geb. 1925, nennen. Er studierte Architektur in Berlin und ging dann an den Bodensee zu Peter Stromeyer, der Zirkuszelte herstellte. Als seine Doktorarbeit «Das hängende Dach» erschien, sorgte sie unter Fachleuten in der ganzen Welt für Aufsehen. Frei Otto erhielt ein Stipendium, um die USA zu bereisen, gründete danach ein privates Institut in Berlin-Zehlendorf und erforschte dort systematisch Möglichkeiten, mit ganz geringem Material- und Energieaufwand Dächer und Gebäudehüllen zu bauen. Es war Frei Otto ein Anliegen, gegen die Natur gerichtetes Bauen so zu wandeln, das es sich in die ökologischen Gegebenheiten einfügt. Der Begriff «natürliches Bauen» ist daraus entstanden. Der deutsche Pavillon für die Weltausstellung in Montreal 1967 entstand aus einer solchen Forschungsarbeit: Ein Netz aus Stahlseilen wurde über Maste gespannt. Unter das Netz wurde eine lichtdurchlässige Zeltmembrane gehängt. Wissenschaftliche Erforschung von Flächentragwerken Da man keine Bauerfahrung mit solchen Netzen hatte, entwarf man ein sehr viel kleineres «Versuchszelt», an dem alle neueren Details ausprobiert wurden. Es wurde später das inzwischen weltberühmte Institut für leichte Flächentragwerke der Universität Stuttgart. Der deutsche Pavillon selbst wurde in wenigen Wochen in Montreal aufgespannt und blieb der bisher einzige Bau der Deutschen Bundesregierung, der weniger kostete als veranschlagt. Das Nachfolgeprojekt, die Olympiabauten in München, wurden nur deshalb so teuer, weil sich das Planerteam über viele Details zu lange gestritten hatte. Frei Otto hat 25 Jahre lang im Institut über gespannte Flächentragwerke geforscht: über von Luft getragene Membrane (z.B. Lufttraghallen), über ewölbte Lattengitterschalen (z. B. Multihalle Mannheim), usw. Viele Ingenieure und Wissenschafter aus anderen Fachgebieten haben mitgewirkt. Alle Ergebnisse wurden in den über 35 Bänden der Schriftenreihe des Instituts veröffentlicht. ---------------------------------------------------------------------------- Prof. Hermann Kendel (geb. 1936) studierte Architektur in Stuttgart und als Fulbright-Stipendiat am MIT in den USA. Für zahlreiche Projekte und Wettbewerbe erhielt er bedeutende internationale Preise. Nach Lehraufträgen in Stuttgart, Salzburg, an der Harvard Universität und in Berlin wurde er 1992 als Gründungsprofessor an die HTW nach Dresden berufen. |
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| www.zeit-fragen.ch | Quelle des Artikels Altes Prinzip - moderne Architektur | ||
| www.freiotto.com | Frei Otto | ||
| www.br-online.de | Link zu Artikel Einheitsbrei | ||
| www.br-online.de | Link zu Artikel Monotonie der Zentren | ||
| www.br-online.de | Link zum Thema Münchner Osten | ||
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