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![]() Martina Ellsel, Alexander Bauer, FH Leipzig und Ute Müncheberg, Lukas Bartmann, TU Cottbus ![]() Es besticht die klare Gliederung von Anlieferungsbereich (nach Materialsorten differenziert), einem großzügigen Aufbereitungspart und der Parallelität aus Output-Lagermöglichkeiten und den drei intermodularen Transportwegen Straße, Schiene, Wasser. Hervorzuheben ist die gemeinsame Unterbringung von Anlieferung, Aufbereitung und Lagerung unter einem allüberspannenden Rautentragwerk. |
Hebel Studentenwettbewerb![]() STÄDTEBAULICHE EINBINDUNG UND ERSCHLIESSUNG Das städtebauliche Gebiet erstreckt sich von der Lütznerstraße zur Lyonerstrasse und von der Plautstrasse zum gegenüberliegenden Grünzug, bestehend aus Ascheberg, Brachland und Kleingärten. Die Kaimauer und die Speicher bilden eine städtebauliche Grenze, welche durch das Nachverdichten und das Setzen eines kompakten Schlußpunktes am östlichen Hafenende betont werden soll. Zweierlei Maßnahmen unterstreichen diese Grenze. Zum einen geschieht dies durch die beidseitige Öffnung und Vertiefung des Elster-Saale-Kanals, die die historisch angestrebte Anbindung Leipzigs an das europäische Wasserstraßennetz begründen. Zum Anderen verstärkt die im Beibehalten der Güterbahntrasse und in der Weiterführung der Schmalspurbahn zur Lütznerstraße angelegte Erhebung zur Plautstraße hin diesen Eindruck. Dabei macht die Weiternutzung der Güterbahntrasse den Bau einer Brücke über den neuen Kanal notwendig. Das bereits vorhandene Schienennetz kann ebenso wie der Wasserweg zum Abtransport der recycelten Fraktionen verwendet werden und ermöglicht dergestalt eine größtmögliche Entlastung des Straßenverkehrs. Das Aufeinandertreffen von Straßenbahn, Schmalspurbahn, Kanal und Radweg an der Plautstraße Ecke Lütznerstraße soll zu einem kleinen Bahnhof mit Fahrradabstellplätzen und Bootsanleger ausgebaut werden. Entlang des nördlichen Hafenufers wird ein Radweg geschaffen, der an das Radwegnetz der Stadt anschließt. Durch die Aufnahme der vorhandenen Schienenbögen an der Plautstraße und deren Umgestaltung zu Straßen bzw. Radwegen wird das Hafenbecken an den Stadtteil Lindenau angebunden. Die den Speichern gegenüberliegende Uferseite soll niedrig bebaut werden. Es ist in erster Linie kleingewerbliche Nutzung vorgesehen. ![]() FUNKTION Durch den gerichteten Städtebau und dessen kompaktes Erscheinen am Hafen ergeben sich auf den Hafengelände zwei städtebauliche Grundsätze:1. Das Ausrichten der Gebäude nach dem Kanalverlauf. 2. das Ausbilden eines optischen Endpunktes des Hafenbeckens. Ziel des Entwurfes ist eine kompakte, umweltfreundliche und technologische Auseinandersetzung mit dem Thema Recycling. Daraus entwickeln sich die zwei Baukörper der Anlage, die Halle zum konventionellen "Downcyclen" und ein Instandsetzungshaus mit Verwaltung und Werkstätten zur Aufbereitung geborgener Bauteile, die bei Sanierungen ausgebaut werden und z. B. zur Wiederverwendung im denkmalpflegerischen Bereich dienen können. Die Gebäude sind durch einen Werkhof miteinander verbunden. Kundeneinfahrt und Parkplätze befinden sich im Osten; die LKW und Angestellteneinfahrt im Westen. Die Warteschleife Für LKW befindet sich vor dem Instandsetzungshaus. KONSTRUKTION UND GESTALTUNG Der gesamte Abschüttungs-, Verarbeitungs- und Lagerprozeß wird von einer Halle überdeckt, um die Umweltbelastung durch Lärm- und Staubemissionen zu reduzieren. Die Anlieferung erfolgt über den Werkhof, die Auslieferung auf der Kanalseite. Der Auslieferung sind sowohl Schienen als auch ein Fahrweg. für LKW zugeordnet. Für evtl. eintretende Wartezeiten sind ausreichend Stellplatze für LKW vorgesehen. Das gekrümmte Hallendach überspannt das Hofgelände bis zu den Silos, in Richtung des Verarbeitungsprozesses und wird seitlich von zwei Wandscheiben gefaßt. Die Tragkonstruktion des Daches ist eine Verbundkonstruktion aus einem leichten unterspannten Rautentragwerk aus Holz und Trapezblech. Die Funktionswand auf der Südost-Seite, welche die Energiezentrale, die Technikräume und die Tankstelle birgt, ist in ihrer Gestaltung hieran angepasst und mit vertikal verlaufendem Trapezblech verkleidet. Das Dach wie die Funktionswand fungieren als Luftkollektoren. Das Dach dient außerdem der Entlüftung der Werkhalle mittels thermischen Auftriebs. Der für die Entlüftung benötigte Sog wird zusätzlich durch den Unterdruck des bereits bestehenden historischen Schornsteins verstärkt. Trias aus Schornstein- Funktionswand- Hallendach ist wichtiger Bestandteil der Formfindung sowie des Lüftungs- und Energiekonzeptes. In einem der Halle gegenüberliegendem Gebäude sind die Verwaltung, die Sozialräume, das Lager, die Aufarbeitungsstätten und das Verkaufslager für geborgene bzw. aufgearbeitete Bauelemente untergebracht. Die homes und die Verwaltung sind der LKW-Zufahrt, welche mit einer Bodenwaage ausgestattet ist, zugeordnet. Sie bilden den Westflügel des Riegels. Das Anlieferungslager ist ebenerdig und hat einen Zugang vom Werkhof. Über dem Lager liegen sechs Instandsetzungswerkstätten, die durch Lastenaufzüge mit diesem verbunden sind. Am anderen Ende des Gebäudes befinden sich die. Kundeneinfahrt und der Verkauf. Diese Anordnung dient der Vermeidung gegenseitiger Behinderung von Schwer- und Kundenverkehr. Eine Stahlbetonskelettkonstruktion bildet die Tragstruktur des Gebäudes. Der Flurbereich ist zur Belichtung der darunter liegenden Räume mit einer befahrbaren Glasstahlbetondecke, der Rest des Gebäudes mit Betonverbund- Brettstapeldecken abgeschlossen. Letztere ermöglichen eine stützenfreie Überspannung des Achsabstandes der Skelettkonstruktion und besitzen zugleich eine hohe Schallabsorption. Die Südostwand des Gebäudes ist mit Warmwasserkollektoren und Photovoltaikelementen zur Gewinnung solarer Energie ausgerüstet. |
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